Neon Genesis Evangelion

Neon Genesis Evangelion (新世紀エヴァンゲリオン) auch Evangelion oder Eva genannt ist eine japanische Zeichentrickserie, die von Oktober 1995 bis März 1996 ausgestrahlt wurde. Sie besteht aus 26 Folgen und wurde produziert vom Animestudio Gainax. Regisseur und Drehbuchautor war Hideaki Anno.

Evangelion ist ein Endzeitanime im Mecha-Genre. Im Mittelpunkt steht ein halbwüchsiger Junge, der von der Organisation NERV rekrutiert wird um eine riesige biomechanische Maschine namens Eva zu steuern. Mit diesem Kampfroboter tritt er gegen gigantische monströse Kreaturen an, die Engel genannt werden. Die Handlung spielt in Tokyo nach einer weltweiten Katastrophe. Im Zuge der Serie wird auch die Entwicklung der anderen Eva-Piloten und Mitglieder von NERV betrachtet, die versuchen eine neuerliche Katastrophe zu verhindern. In der Serie werden viele christliche Symbole und Motive verwendet.

Neon Genesis Evangelion gilt als eines der erfolgreichsten Animes der 1990’er Jahre und hat viele nachfolgende Werke maßgeblich beeinflußt.

Handlung

Die paramilitärische Organisation NERV wurde gegründet, um die Menschheit vor den Engeln zu beschützen, deren Auferstehung in den Schriftrollen vom Toten Meer vorhergesagt wurde. NERV und die Eva-Einheiten sind die einzigen Waffen, die in der Lage sind die Menschheit gegen die Auslöschung durch die Engel zu verteidigen.

In der ersten Episode trifft Shinji Ikari in Tokyo ein und wird Zeuge einer Auseinandersetzung regulärer Militäreinheiten mit einem Engel. Er wird von Misato Katsuragi zum unterirdischen NERV-Komplex gebracht. Shinji wird von seinem Vater Gendo Ikari dazu gezwungen die Einheit Evangelion-01 zu steuern und trifft ohne vorheriges Training im Kampf mit dem Engel aufeinander. Der Engel überwältigt Shinji woraufhin Eva-01 eigenständig reagiert und in einem Blutrausch (Berserkergang) den Engel vernichtet.

Nachdem er im Krankenhaus aufwacht findet sich Shinji mit seiner Rolle als Eva-Pilot ab und zieht zu Misato nach Tokyo.

Bewertung

Neon Genesis Evangelion gilt zu Recht als ein Meilenstein des Genres. Der einzige Kritikpunkt ist, daß man neben der Serie noch die zwei Fernsehfilme “Death & Rebirth” und “The End of Evangelion” sehen muß, um die Handlung komplett zu verstehen.

Durch die Serie hinweg werden sehr viele verschiedene religiöse und philosophische Strömungen aufgegriffen. Zu den größten Einflüssen gehören sicherlich: das Christentum, der Shintoismus, Georg Wilhelm Friedrich Hegel und Sigmund Freud.

Da die Synchronisation der Serie - wie leider fast alles im Animebereich - nicht zu gebrauchen ist, sollte man sich mit OmU abfinden. Gerade die letzten Folgen sind mit einer hohen Dichte an Handlung und Informationen versehen. Für die vollständige Auflösung muß man wie bereits erwähnt noch die zwei Fernsehfilme sehen.

Jens Grassel Written by:

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